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| Ventile | In Deutschland sind drei Arten von Ventilen verbreitet:
1. Deutsches Ventil, Dunlop-Ventil Diese Bauform ist die früher am weitesten verbreitete. Das Ventil sitzt in einem kurzen Röhrchen und wird mit einer Rändelschraube festgemacht. Zum Luftablassen wird der Ventileinsatz herausgeschraubt. Einsatzgebiete: Trekkingräder, Cityräder, Kinderräder, z.T. auch an (meist billigen) Mountainbikes.
2. Französisches Ventil, Presta-Ventil, Sclaverand-Ventil Diese Ventile sind schmaler als Deutsche Ventile und können ohne Werkzeug nicht gewechselt werden. Zum Aufpumpen und Luftablassen wird eine kleine Rändelschraube geöffnet. Dabei die Rändelmutter nicht ganz abschrauben, sonst verabschiedet sich die Schraube ins Reifeninnere! Zum Luftablassen oder wenn das Aufpumpen nicht klappen will, kann durch Druck auf die Schraube Luft abgelassen werden. Nach dem Aufpumpen die Rändelschraube wieder schließen. Einsatzgebiete: Rennräder, Crossräder, sowie fast alle Fahrräder französischer Hersteller.
3. Autoventil, Schrader-Ventil Das Autoventil ist genauso breit wie das Deutsche Ventil, hat aber einen versenkten Ventileinsatz, der nur mit Spezialwerkzeug herausgeschraubt werden kann. Autoventile am Fahrrad haben einen großen Vorteil: man kann sie an Tankstellen aufpumpen. Einsatzgebiete: Mountainbikes, Trekkingräder, Reiseräder. (gk) |
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| Verschleißindikator | Moderne Felgen aus Aluminium haben es schwer: bei sportlicher Fahrweise werden sie immer wieder mit hohen Bremskräften von Felgenbremsen traktiert. Das radiert zum einen die Bremsbeläge ab, aber zum anderen hat auch die Felge zu leiden und wird an ihren Flanken (Felgenhörnern) abgeschliffen. An einem bestimmten Punkt, während einer starken Bremsung bricht dann das Felgenhorn und die Bremse greift in die Bruchstelle. Ein Sturz ist dann fast vorprogrammiert.
Um dem Abhilfe zu schaffen, müssen Fahrradfelgen, auf denen gebremst wird, seit einiger Zeit einen sog. Verschleißindikator haben. Dies ist meist ein vertiefter Ring in der Felge. Ist die Felge so weit abgeschliffen, dass der Ring nicht mehr zu sehen ist, muss sie ersetzt werden, sondt riskiert man den Bruch der Felgenflanke.
Eine andere, weniger verbreitete Art der Verschleißanzeige ist das Einbacken von Stahlstücken in einer bestimmten Tiefe der Felge. Dann wird der Radfahrer nach Abnutzung der oberen Schicht durch eine "ruckelnde" Bremsung gewarnt. Auch in diesem Fall: Auswechseln oder früher oder später Versagen und womöglich Sturz! (gk) |
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| Vollfederung | Die Vollfederung bedeutet beim Fahrrad, dass nicht nur das Vorderrad mit Hilfe einer Federgabel gefedert ist, sondern auch der Hinterbau als gefederte Schwinge ausgeführt ist. Dies soll den Fahrkomfort erhöhen.
Die Vollfederung kommt aus dem Mountainbike-Sport, wo zum Teil weite oder tiefe Sprünge ("drops") mit dem Rad gefahren werden. Hier und auch beim Fahren über sehr unebenes Gelände (Baumwurzeln, Felsen) ist die Federung trotz des mit ihr einhergehenden höheren Radgewicht ein klarer Vorteil.
In letzter Zeit ist die Vollfederung jedoch auch bei billigen Fahrrädern in Mode gekommen. Hier werden jedoch minderwertige Teile verbaut, welche sich beim Fahren aufschaukeln können, und in deren Dämpfern ein Gutteil der Antriebsleistung versackt. Bei Rädern unter 1500 Euro sollte deshalb lieber auf die Vollfederung verzichtet und ein "Hardtail" gewählt werden. (gk) |
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| Vorbau | Der Vorbau verbindet die Gabel mit dem Lenker und ist mindestens in Höhe und Drehung verstellbar.
Zur Demontage drehen Sie die Imbusschraube des Vorbaus ein Stück weit auf (eventuell Kriechöl auftragen und einwirken lassen) und klopfen dann mit einem Hammer die Schraube hinein. Nun kann üblicherweise der Vorbau durch Drehen bei festgehaltenem Vorderrad gelöst werden. Achten Sie bei der Wiedermontage darauf, die Mindesteinstecktiefe nicht zu unterschreiten.
Neuerdings gibt es auch verstellbare Vorbauten, bei denen die Lenkerhöhe in noch größerem Umfang durch die Neigung des Vorbaus geändert werden kann.
Das neueste System ist das sogenannte Ahead-System. (gk) |
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An diesem Lexikon haben bisher mitgewirkt: dermitdempckaempft(pck), Gucki (gk), Kaotai (ko), Mirjana (mj) und Yogi (yo).
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