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S
SattelDer Sattel ist für das Wohlbefinden auf dem Fahrrad bei längeren Strecken essentiell wichtig. Vom breiten weich gepolsterten Damen-"Sofa" bis zum harten Carbon-Brett für Rennfahrer reicht die Palette. Grundsätzlich gilt: Frauen brauchen breitere Sättel als Männer, da ihre Sitzknochen weiter auseinander liegen. Je trainierter der Fahrer oder die Fahrerin ist, desto weniger stark kann der Sattel gepolstert sein, da die dann vorhandenen Muskeln ein Polster bilden.
Nach dem Ergebnis einiger medizinischer Studien kann zuviel Radfahren zumindest vorübergehend impotent machen. Nach einer neuen Studie des Universitätskrankenhauses Brüssel, leiden männliche Fahrradfahrer doppelt so häufig unter Erektionsstörungen wie Geschlechtsgenossen, die nicht Fahrrad fahren.
Wie kann man diesem Risiko begegnen? Gelsättel sollen einerseits Stöße abmildern können, andererseits wird das Gel auch gerade vom Körpergewicht in den Bereich der Weichteile hineingedrückt. Breitere Sättel sollen gesünder sein; die neuerdings erhältlichen Sättel mit einer Einkerbung im Dammbereich sollen hingegen keine Verbesserung bringen. Versuchen Sie auch einmal, die Nase Ihres Sattels etwas nach unten zu stellen. Dann sitzen Sie mehr auf den Sitzknochen und weniger auf dem Damm. Öfters mal eine Pause und ein paar Schritte Gehen sollen ebenfalls eine positive Wirkung besitzen.
Dem Tipp von dem amerikanischen Arzt Dr. Irwin Goldstein, pro Woche nicht mehr als drei Stunden Rad zu fahren, möchten wir uns ausdrücklich nicht anschließen!
(gk)
 
SattelstützeDie Sattelstütze ist das Rohr, an dem der Sattel festgeschraubt ist, und das zur Höhenverstellung im Sattelrohr heruf und hinuntergeschoben werden kann.
Man unterscheidet Kerzensattelstützen, bei denen das Rohr sich oben zur Aufnahme des Sattels verjüngt, sowie Patentsattelstützen, bei denen die Klemmung für den Sattel fest mit der Stütze verbunden ist.
(gk)
 
Schaltwerk
 
Schaltwerk einer Kettenschaltung 
Das Schaltwerk führt die Kette einer Kettenschaltung über zwei kleine Kettenrädchen auf das gewählte Ritzel eines Ritzelsatzes. Der Spannarm ist notwendig, damit eine Längenänderung der Kette beim Umlegen auf andere Kettenräder aufgenommen werden kann und die Kette nicht durchhängt. Der Schaltbefehl wird vom Schalthebel am Lenker über einen Bowdenzug an das Schaltwerk weitergegeben.
(gk)
 
Scheibenbremse
 
Bremsscheibe einer Scheibenbremse 
Bei Scheibenbremsen wird nicht auf der Felge oder in der Nabe gebremst, sondern wie z.B. bei Motorrädern an einer speziellen Bremsscheibe. Diese liegt links außerhalb der Speichen rund um die Achse. Vorteil: Die Felgen werden nicht mehr abgerieben, "heruntergebremst", die Bremsklötze können sehr genau angepasst werden, greifen deshalb besser und die Bremswirkung ist auch bei Nässe und Schmutz (Schlamm) auf dem Laufrad kaum beeinträchtigt. Anwendung vor allem im Mountainbikebereich.
(gk/pck)
 
Schrader-VentilSiehe Ventile.
 
Seitenläufer"Seitenläufer" am Fahrrad sind Dynamos, deren Reibrad seitlich am Reifen oder manchmal auch auf der Felge läuft. Seitenläufer können an Vorder- oder Hinterrad laufen. Bei Nässe und Kälte sind sie weniger geeignet, da gerade einfache Ausführungen dann zuwenig "Grip" auf dem Reifen haben und durchrutschen. Dann bleibt die Beleuchtung dunkel. Zuverlässiger sind Nabendynamos. (gk)
 
Single SpeedAls "Single Speed" werden Fahrräder bezeichnet, die nur einen Gang, also keine Gangschaltung besitzen. BMX-Fahrräder sind ein Beispiel; selten kommt dies auch noch bei Hollandrädern vor. Moderne Umbauten zum Eingangrad verzichten meist auch auf den Freilauf. Diese werden dann "Fixed Gear" genannt. (gk)
 
SicherheitsabstandLaut §1 der StVO ("Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, daß kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.") muss bei der Teilnahme am Straßenverkehr nach rechts ein ausreichender Abstand eingehalten werden. Für Fahrradfahrer bedeutet das, dass zu parkenden Autos ein Abstand einzuhalten ist, der einer geöffneten Autotür - also knapp 1 m - entspricht.
Fahren Sie also ungefähr dort, wo sich die rechten Reifen der Autos Ihrer Spur befinden. Warum sollte man sich als Radfahrer mit weniger Sicherheitsabstand zufrieden gaben, als sich die knautschzonenbewehrten Autofahrer gönnen?
Dieser Abstand hat zudem den Vorteil, dass Autofahrer sich nicht auf der gleichen Spur "vorbeidrücken", und damit §5(4) ("... Beim Überholen muß ein ausreichender Seitenabstand zu anderen Verkehrsteilnehmern, insbesondere zu Fußgängern und Radfahrern, eingehalten werden...") missachten können.
(gk)
 
Slick
 
Slickreifen: glatt wie ein Babypopo 
Slicks werden profillose, also glatte Reifen genannt, welche auf ebenem, hartem Untergrund (Straße) besonders gut greifen und leicht abrollen. Slicks gibt es in allen Breiten; vom grazilen Rennradreifen bis zur Mountainbikewalze.
Reifen haften durch die Verzahnung des Gummimaterials mit der Fahrbahn (Haftreibung). Anders als beim Auto benötigt man auch kein Reifen-Profil gegen das Aquaplaning; das Profil bei einem Fahrradreifen kann nur auf weichem oder holprigem Untergrund die Traktion erhöhen.
(gk)
 
SpeichenSpeichen sind Drahtabschnitte, die die Felge mit der Nabe verbinden. Speichen sind meist von rundem Querschnitt; nur sog. Messer- oder Säbelspeichen aus dem Rennbereich haben ein aerodynamischeres Profil. Hochwertigere Speichen sind in der Mitte leicht dünner als an den Enden, was die Elastizität erhöht, so dass die Speichen weniger leicht abgerissen werden. (gk)
 
StandkompressorEin Standkompressor (Standluftpumpe) ist eine Luftpumpe, welche auf dem Boden aufgestellt und mit den Füßen festgehalten wird. Ein Schlauch führt dann zu einem Ventilkopf, der meist für alle Ventilarten umgestellt werden kann. Oft sorgt ein Manometer dafür, dass der passende Luftdruck für den jeweiligen Reifen genau erreicht werden kann. Viele Standkompressoren haben zusätzlich Adapter für Bälle und Luftmatratzen dabei. (gk)
 
Starrer GangSiehe Fixed Gear.
 
Starre GeigeAls Starre Geige wird ein Fahrrad mit Starrem Gang bezeichnet.
 
Steuersatz
 
Nicht integrierter Steuersatz 
Keine Angst, hier geht es nicht um Steuerklasse 1 oder den Lohnsteuerjahresausgleich, sondern um die Lager, welche die Gabel im Rahmen drehbar machen.
Der Steuersatz ist ein Set bestehend in der klassischen Variante aus großen, robusten Kugellagern mit oder ohne Abdichtung. Moderne Steuersätze funktionieren als geschlossene Einheiten, sind industriegelagert und müssen nicht mehr eingestellt werden.
Bei Rahmen mit sog. integrierten Steuersätzen wird der Steuersatz nicht mehr auf die plan geschliffenen Enden des Steuerrohres aufgesetzt, sondern in den Rahmen hinein versetzt. Dies ist kritisch zu sehen, da die Steuersätze dann rahmenspezifisch werden und vermutlich in einiger Zeit nicht mehr beschaffbar sind. Einziger Vorteil bei integrierten Steuersätzen ist eine glattere Optik, weil der Steuersatz nicht mehr als silberener oder schwarzer Ring zu sehen ist.
(gk)
 
Stollenreifen
 
Stollenreifen: Gut im Gelände, nervig auf der Straße 
Stollenreifen haben ein sehr grobes Profil, dessen Stollen sich in weichen Boden (Sand, Schlamm, Waldboden) hineindrücken und die Haftung der Reifen auf solchen Untergründen verbessern. Sie werden deswegen oft an Mountainbikes montiert.
Beim Fahren auf der Straße haben die Stollen jedoch den Nachteil, ein unrundes Fahrgefühl zu verursachen und den Rollwiderstand zu erhöhen. Hier sind Reifen mit einem Normalen Profil oder gar Slicks die bessere Wahl.
Es gibt auch Reifen mit sog. Schulterstollen; diese besitzen eine normal profilierte Lauffläche und Stollen an den Reifenschultern, also seitlich, die wirksam werden, sobald man in weicheren Boden einsinkt.
(gk)
 
STWDer STW-Wert ("Stiffness To Weight") gibt in Abhängigkeit vom Rahmengewicht an, wie viel Kraft man aufbringen muss, um einen Rahmen zu verwinden. Die Maßeinheit lautet Nm / ° / kg (Newtonmeter pro Grad Verformung pro Kilogramm Rahmengewicht). Je höher dieser Wert, desto steifer ist der Rahmen für sein Gewicht. Ein sehr guter STW-Wert liegt momentan beispielsweise bei 71,7 NM/°/kg (Pricipa Rex). (gk)
 
R        T



An diesem Lexikon haben bisher mitgewirkt: dermitdempckaempft(pck), Gucki (gk), Kaotai (ko), Mirjana (mj) und Yogi (yo).
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