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R
RadhelmVieldiskutiertes Ausstattungsobjekt für Radfahrer.
Wichtig ist bei der Anschaffung sowohl der gute Sitz, aber auch das Wohlfühlen und sich-selbst-Gefallen, sonst werden Sie den Helm kaum tragen. Bei manchen Rennen und Touren ist der Helm inzwischen vorgeschrieben, obwohl dessen Unfallverhütungsqualitäten sehr umstritten sind.
(mj)
 
RadhoseMaßgeblich zum Komfort beim Radeln trägt die Radlerhose bei. Sie verhindert ein Wundreiben der Haut und schützt auch auf sehr langen Touren oder bei großer Wärme vor dem gefürchteten "Wolf". In der Regel werden Radhosen mit eingearbeiteten Sitzpolstern ohne Unterwäsche getragen. (mj)
 
Radler1. Bezeichnung für den/diejenige oben auf einem Fahrrad.
2. Getränk, alkoholisch, zusammengesetzt aus hellem Bier und Zitronensprudel.
3. ~fruend, bezeichnet entweder Person unter 1. oder Liebhaber von Getränk unter 2, Herkunft: Köln oder Umgebung.
(mj)
 
Radstand
 
Mittlerer Radstand bei einem Crossrad 
Der Radstand ist der Abstand der beiden Achsen des Fahrrades.
Der Radstand ist mit ein Maß für den Komfort eines Rahmens. Räder mit längerem Radstand fahren besser geradeaus, bügeln Bodenunebenheiten besser weg und lassen sich auch mit Gepäck noch sicher fahren. Besonders ist die Hinterbaulänge (Abstand Tretlager - Hinterachse), denn nur mit einem langen Hinterbau lassen sich Packtaschen so anbringen, dass man beim Treten nicht mit der Ferse daranstößt.
Räder mit kürzerem Radstand sind dagegen ohne Gepäck in ihrem Element, folgen den Lenkbewegungen schneller und sind einfach "handlicher".
Einen komfortablen, langen Radstand findet man z.B. an Holland- und Reiserädern. Kürzere Radstände erzeugen ein "agiles", aber auch "nervöses" Fahrverhalten. Dieses findet man oft an Rennrädern und sportlichen Mountainbikes.
Gut erkennen kann man den Radstand am Sitzrohr: Bei langem Radstand passt oft noch eine Luftpumpe zwischen Sitzrohr und hinterem Schutzblech; bei kurzem Radstand ist oft zwischen Sitzrohr und Reifen nicht einmal Platz für ein Schutzblech.
(gk)
 
Radwege
 
Nicht unbedingt ein Radweg 
Ist zunächst nichts Anderes als die Bezeichnung von Sonderwegen für Radfahrer.
Zu unterscheiden sind aber Radwanderwege und straßenbegleitende, baulich angelegte oder markierte Radwege. Die straßenbegleitenden Radwege werden darüber hinaus auch noch zwischen benutzungspflichten und nicht-benutzungspflichtigen Radwegen unterschieden. Klingt kompliziert, muss es aber nicht sein, wenn Sie folgende Regeln beachten:
1. Fahren Sie möglichst immer in rechter Fahrtrichtung auf straßenbegleitenden Radwegen.
2. Dort, wo Radwege als solche beschildert sind (als Radweg, gemeinsamer oder getrennter Fuß- und Radweg), müssen Sie diese Radwege benutzen. Ansonsten können Sie auf der Fahrbahn fahren.
3. Falls nur einseitig ein Radweg vorhanden sein sollte und Sie diesen in linker Fahrtrichtung benutzen müssen, achten Sie besonders an den Einmündungen auf den ein- und ausfahrenden Pkw-Verkehr. Das Unfallrisiko auf diesen Radwegen ist 12 mal höher als auf der Fahrbahn. Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme können dieses Unfallrisiko verringern.
(mj)
 
Rahmenhöhe
 
Geringe Rahmen- höhe bei einem Cross-Rahmen 
Die Rahmenhöhe eines Fahrrades ist das grundlegende Maß für die Größe eines Rahmens. Sie bemisst sich aus dem vertikalen Abstand zwischen der Mitte des Tretlagers und dem Ende des Sattelrohres.
Beim Fahrradkauf ist die richtige Rahmenhöhe sehr wichtig, denn sie entscheidet, ob man bequem auf dem Velo sitzt oder wie "Affe auf Schleifstein". Die Rahmenhöhe, die am Besten zu Ihnen passt, ermittelt sich aus Ihrer Schrittlänge. Diese messen Sie im Stehen vom Boden bis zum Schritt (Ziehen Sie Ihre Schuhe aus und stellen Sie sich vor eine Wand. Ziehen Sie dann ein Buch, das rechtwinklig an der Wand anliegt, zwischen den Beinen so hoch es ohne Schmerzen geht und messen Sie an der Wand die Schritthöhe.)
Als Faustregel ziehen Sie von der Schrittlänge 1/3 ab; dies ist in etwa die benötigte Rahmenhöhe. Bei Verwendung einer Federsattelstütze brauchen Sie einen etwas kleineren Rahmen; hier sind zusätzlich 2 cm abzuziehen.

Da die Rahmenhöhe auch von der Art des Rades abhängt, geht es mit der folgenden Tabellen noch genauer (Mountainbikerahmen werden oft auch in Zoll angegeben):
Schrittlänge Rahmenhöhe Rennrad Rahmenhöhe Trekking Rahmenhöhe Mountainbike
70 cm 48 cm 46 cm 38 cm (15 Zoll)
72 cm 49 cm 47 cm 39 cm (15 Zoll)
74 cm 50 cm 48 cm 40 cm (16 Zoll)
76 cm 51 cm 49 cm 41 cm (16 Zoll)
78 cm 52 cm 50 cm 42 cm (17 Zoll)
80 cm 54 cm 52 cm 44 cm (17 Zoll)
82 cm 55 cm 53 cm 45 cm (18 Zoll)
84 cm 56 cm 54 cm 46 cm (18 Zoll)
86 cm 58 cm 56 cm 48 cm (19 Zoll)
88 cm 59 cm 57 cm 49 cm (19 Zoll)
90 cm 60 cm 58 cm 50 cm (20 Zoll)
92 cm 62 cm 60 cm 52 cm (20 Zoll)
94 cm 63 cm 61 cm 53 cm (21 Zoll)
96 cm 64 cm 62 cm 54 cm (21 Zoll)
98 cm 66 cm 64 cm 56 cm (22 Zoll)

Allerdings kann keine noch so genaue Messung eine tatsächliche Probefahrt vor dem Kauf ersetzen, da die Rahmenhöhe nur einer von vielen Faktoren ist, die die Rahmengeometrie beeeinflussen.
(gk)
 
ReflektorenReflektoren (auch Katzenaugen genannt) sind vorgeschrieben nach der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung.
Hinten muß es zwei voneinander unabhängige, rote Reflektoren geben, von denen sich einer im Rücklicht befinden kann. Nach vorne muß ein weißer Reflektor vorhanden sein, der ebenfalls in handelsüblichen Scheinwerfern integriert ist. An den Pedalen müssen gelbe Rückstrahler sein. Zur Seite hin gibt es mehrere Möglichkeiten: mindestens zwei gelbe Speichenreflektoren pro Rad oder Reflektorstreifen an den Reifen.
(mj)
 
Rennrad
 
Husch husch um die Kurve! 
Rennräder sind Maschinen, die daraufhin konstruiert sind, bei geringstmöglichem gewicht die Kraft des Sportlers bestmöglich auf die Straße zu bringen. Die Sitzposition ist niedrig, und der typische Rennradlenker erlaubt das Umgreifen auf die unteren Lenkerenden, die eine noch tiefere Sitzposition möglich machen.
Rennräder haben neben dem stark gebogenen Rennradlenker immer eine Kettenschaltung, vorne mit zwei, neuerdings auch manchmal mit einem dritten Kettenblatt ("Rentnerblatt").
Die Rahmen bestehen heute meist aus Aluminiumlegierungen, die unter verschiedenen Bezeichnungen (6005, 7005 oder auch Scandium) vermarktet werden; vereinzelt sieht man auch Rahmen aus Kohlefaser-Verbundwerkstoffen (Carbon).
Beim Rennrad ist es besonders wichtig, dass der Rahmen sich beim Treten trotz des sparsamen Materialeinsatzes wenig verwindet, damit die Kraft optimal in Vortrieb verwandelt werden kann und nicht unterwegs "versickert". Der Messwert dazu heißt Stiffness To Weight (STW).
(gk)
 
Ritzel
 
Neunfach-Ritzelsatz 
Als Ritzel bezeichnet man die Kettenräder am Hinterrad. Räder ohne Gangschaltung oder mit Nabenschaltung haben in der Regel nur ein Ritzel; Räder mit Kettenschaltung mehrere. Doch wie zu jeder Regel gibt es Ausnahmen: es gibt eine kombinierte Naben- und Kettenschaltung, die sogenannte "Dual Drive".
Früher waren Fünffach-Ritzelsätze Stand der Technik. Später kamen immer mehr Ritzel hinzu; momentan liegt der Gipfel der Entwicklung bei zehn Ritzeln (Campagnolo Record).
Mit der Zunahme der Ritzel musste auch die Kette immer schmaler werden. Dabei sind Fünf- bis Siebenfach, sowie Acht- und Neunfach-Ketten gleich breit. Zehnfach-Ketten sind wiederum schmaler.
Die Fünf- bis Siebenfach-Ritzel sind meist als Schraubkranz ausgeführt; Acht- und Neunfach als Steckkranz.
(gk)
 
RTF, Radtouristikfahrt Radtouristikfahrten, oft als RTF abgekürzt, sind von Radvereinen organisierte Radtouren für eine breite Öffentlichkeit.
Sie sind keine Rennen, da keine Zeitnahme stattfindet. Trotzdem fahren die meisten rennähnlich und freuen sich, wenn sie wieder mal einen "Angeber versägt" haben.
Meist stehen mehrere Streckenlängen (z.B. 48, 74, 112 km) zur Auswahl, die für den Tag der RTF beschildert sind. Es wird eine Startgebühr erhoben, meist gibt es auch Verpflegungsstationen für die Teilnehmer.
Wer Mitglied in einem Radverein ist, kann sich für dei Teilnahme je nach Strecke einen oder mehrere BDR-Punkte auf seine Karte eintragen lassen; die Fahrer mit den meisten Punkten werden am Jahresende von ihren Vereinen geehrt.
Eine besondere Form der RTF ist die sog. Permanente.
(gk)
 
RücktrittbremseDie Rücktrittbremse ist eine Trommelbremse, die in der Hinterradnabe eingebaut ist. Durch Rückwärtstreten werden mit Kraftübertragung über die Kette Bremsbacken von innen gegen die Bremstrommel gedrückt.
Vorteile von Rücktrittbremsen sind die Unempfindlichkeit gegenüber Schmutz und Nässe, die langen Wartungsintervalle sowie die sichere Auslösbarkeit (da eine Kette weniger leicht reißt als ein Bremsseil).
Nachteile sind, dass die Bremse nicht in allen Pedalstellungen ausgelöst werden kann, dass sie schlecht dosierbar ist und bei langen Bergabfahrten überhitzen und damit blockieren kann. Kleiner weiterer Nachteil: die Pedale können nicht zum Anfahren in eine vorteilhafte Position gedreht werden.
(gk)
 
P        S



An diesem Lexikon haben bisher mitgewirkt: dermitdempckaempft(pck), Gucki (gk), Kaotai (ko), Mirjana (mj) und Yogi (yo).
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